Der Ton macht die Musik – Business Letter

Im Jahr 1909 wurde man als Kunde noch hoch geschätzt. Dies beweist die nachfolgende Korrespondenz der AG vormals Seidel & Naumann mit einem Kunden. Selbst, wenn man die Rechnung um einen falschen Skontobetrag gekürzt hat, wurde man höflichst darauf hingewiesen und um korrekte Zahlung gebeten. Lesen und genießen! Schade, dass dieser Umgangston der Vergangenheit angehört. 😉

Das Schreiben zeigt aber auch, dass es auch damals schon mit Handelsvertretern nicht immer reibungslos lief. Ein paar alte Dinge sind uns also auch bis heute erhalten geblieben. 😉

Das Geschäft mit dem Krieg – Seidel & Naumann 1916

Fabrikansicht S&N 1909

Fabrikansicht Aktiengesellschaft vorm. Seidel & Naumann 1909

Die Aktiengesellschaft vorm. Seidel & Naumann erwarb aufgrund von Absatzproblemen bei den hergestellten Fahrrädern die Rechte für die Herstellung einer Kleinschreibmaschine nach dem Prinzip der amerikanischen „Standard Folding“. 1910 kam die „Erika 1“ als erste deutsche Reiseschreibmaschine mit klappbaren Wagen in den Handel. Namensgeberin war die Enkelin des Mitbegründers Bruno Naumann. Die „Königin“ unter den Kleinschreibmaschinen erreichte schnell einen hohen Beliebtheitsgrad und bereits 1911 erschien das verbesserte Modell die „Erika 2“.

Die „Erika 2“ ist auch das Modell, welches mittels nachfolgender Feldpostkarte 1916 beworben wurde. Von den Erika-Klappschreibmaschinen wurden bis 1927 über 80.000 Exemplare hergestellt und verkauft. („Erika 3“ ab 1923, „Erika 4“ ab 1926)

Werbepostkarte S&N 1916

Werbepostkarte Seidel & Naumann / Dresden

Ein kleiner Schatz aus alter Zeit

Ich habe heute einen kleinen Schatz im Antiquariat gefunden. Von außen sieht das Heftchen eher unscheinbar aus, jedoch ist der Inhalt für mich als Sammler umso schöner. Eine Beschreibung zum Aufbau einer Schreibmaschine Erika Modell 5 der Firma Seidel & Naumann Dresden, inkl. Schnittzeichnungen der Maschine auf Folien. Diesmal ein Blick ins Innere ganz ohne Schraubendreher. 😉

 

So sah Werbung früher aus. 😉