3D-Druck – Chance zur Fertigung von Ersatzteilen

Wer schon mal eine defekte Schreibmaschine reparieren wollte und dazu Ersatzteile benötigte, hat bestimmt gemerkt, wie schwierig es ist Ersatzteile zu finden. Ich selbst habe, dann auch schon auf baugleiche Schreibmaschinen zurückgegriffen, um mir die benötigten Teile zu beschaffen. Bei dieser Art der Beschaffung gibt es jedoch Probleme, wenn die Maschine entsprechend selten ist, oder wie im Fall meiner Schreibmaschinen Merz Modell 3, bei fast allen Maschinen der gleiche defekt Auftritt. Bei der Merz 3 sind speziell 2 Gussteile von der sogenannten Gusspest betroffen. Bei der Alterung des Metalls, im Besonderen, wenn die Teile größeren Temperaturschwankungen unterliegen, löst sich die Struktur des Metalls auf. Es entstehen Risse, die Bauteile beginnen sich zu dehnen und brechen dann Stück für Stück auseinander. Da ich also nicht auf Originalteile zurückgreifen konnte, habe ich mich entschieden einen Versuch zu starten, die Ersatzteile mittels 3D-Druck fertigen zu lassen. Nachdem ich die Teile mittels 3D-Modelling virtuell neu erstellt habe, ließ ich sie im SLS-Verfahren (Lasersintern, Material PA2200) drucken. Nachdem ich nun die erste Komponente mit dem Kunstoff-Ersatzteil zusammengebaut habe, sieht es so aus, als könnte sich das Verfahren tatsächlich in der Praxis bewähren. Ich werde hierzu weiter berichten, wenn ich die Schreibmaschine wieder komplettiere.

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