So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Egal, wie die Schreibmaschine den Weg zu mir gefunden hat, stellt sich die Frage, was muss ich tun, um sie wieder in einen schreibfähigen Zustand zu bringen. In den meisten Fällen sind nach meiner Erfahrung nur wenige Handgriffe notwendig, um ein reibungsloses Schreiben zu ermöglichen. Mein erster Tipp dafür ist, nach folgendem Motto vorzugehen.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Ganz oft reicht eine einfache Reinigung der Maschine, ein wenig Öl an den richtigen Stellen und ein neues Farbband. Erstes Mittel der Wahl zum Reinigen des Gehäuses und der leicht zugänglichen Stellen ist Wasser mit Spülmittel. Nach Möglichkeit darauf achten, dass kein Wasser in die Mechanik läuft. Falls es doch passiert, dann wieder gut Trocknen, Küchenpapier leistet dabei gut Dienste. Das Innere lässt sich in der Regel gut mit einem Pinsel reinigen. Ich habe mir einen kleinen Kompressor zugelegt um Staub aus der Mechanik zu blasen. Bei der Anzahl der Maschinen in meinem Besitz, wäre ich sonst zu lange, mit dem Pinsel am Arbeiten. Wenn die Mechanik danach noch an der einen oder anderen Stelle klemmt oder schwergängig ist, dann nur punktuell, am besten mit einem dünnen Pinsel, und sehr sparsam Feinmechaniköl an den Gelenken und Lagerungen aufbringen. Zuviel Öl wirkt sich negativ auf die Funktion aus, da es Staub anzieht und nach einer Weile die Mechanik verklebt. Dann ist eine weit aufwendigere Reinigung notwendig.

Führt die Reinigung so nicht zum Erfolg, dann ist es unter Umständen nötig die Schreibmaschine teilweise zu demontieren. Auch da gilt, nicht wild darauf los schrauben, sondern nur das Nötigste entfernen, um an die Problemstellen zu gelangen. Tipps zur Vorgehensweise bei der Demontage gebe in einem weiteren Beitrag.